Sternglas – Die Unisex-Uhr im Bauhaus-Design

Sternglas – Die Unisex-Uhr im Bauhaus-Design

Häh? Wieso schreibt er jetzt über Uhren? Berechtigte Frage, ich kann es Euch aber erklären. Tatsächlich ist mein Ausflug in die Uhrenwelt früh aber kurz gewesen. Schöne Uhren gefallen mir schon immer – wie fast alles schöne. Meine erste und einzige Uhr ließ ich mir aber vor Jahren schenken. Damals noch irgendwo vor Abi und Abschluss. Als ich bei Maik über den Sternglas Blogpost gestolpert bin, war ich aber wieder angefixt.

Und das hat einen einfachen Grund: Sternglas sieht nicht nur schick aus, sondern hat eine interessante Historie. Die Sternglas GmbH mit Sitz in Hamburg und unter der Geschäftsführung von Dustin Fontaine hat nämlich eine historische Parallele zu meiner Arbeit. Wie auch ich, der ich mein Buch 2016 gecrowdfundet habe, hat auch Sternglas seinen Wachstum einem Crowdfunding zu verdanken.

2015 wählte Dustin den Weg des Fundens und präsentierte seine Idee einer zeitlosen Armbanduhr im klassischen Bauhaus-Design auf Kickstarter einer breiteren Öffentlichkeit. Schon damals sein Ziel: Eine schlichte schöne Uhr im Bauhaus-Design zu produzieren, die anders als viele andere Bauhaus-Klassiker aber für fast jedermann erschwinglich ist. Mit unter 200 Euro hat man das damals kommunizierte Ziel von weniger als 300,- Euro sogar unterboten.

Per Crowdfunding zur eigenen Uhr

Kein Wunder, denn ein großes finanzielles Risiko konnte Dustin schon mit dem Kickstarter-Projekt im Vorfeld umgehen. Insgesamt 118 Supporter glaubten schon damals an Sternglas und trugen insgesamt 16.591 Euro zusammen. Das sind 6.591 Euro mehr als das gesteckte Funding-Ziel von 10.000 Euro.

Der kritische Leser wird jetzt sagen, dass ein gestecktes Preissegment zu Qualitätseinbußen führen muss. Wo ich durchaus zustimmen würde, im Beispiel von Sternglas und seinem Direktvertrieb liegt eins der Geheimnisse aber in fehlenden Händlermargen. Gleichzeitig senkt ein Uni-Sex-Modell natürlich die Lager-, Produktions- und Reklamationskosten.

Da Sternglas im Vorfeld so nett war und mir ein Exemplar ihrer Sternglas Zeitmesser zur Verfügung gestellt hat, kann ich Euch auch aus erster Hand beruhigen. Die Qualität, der Sternglas Uhr ist absolut überzeugend. Das fängt beim schön schlichen Produktdesign in weißer Verpackung an und hört beim hochwertigen Lederband auf. Auch hier zieht sich der stilprägende Ansatz von der Deutschen Desisgnikone Dieter Rams durch das Produkt. „Weniger ist mehr“. Das Ziffernblatt kommt ohne Ziffern aus, das Edelstahlgehäuse ist robust und gleichzeitig minimal. Das Saphirglas sorgt selbst bei Trotteln wie mir für einen guten Schutz, ohne zu zerkratzen.

Sternglas überzeugt durch Stringenz

Vollkommen ehrlich darf ich an dieser Stelle zugeben, dass der Sternglas Zeitmesser absolut gar nicht zu meinem eigenen Stil passt. Mir ist das aber egal, weil mir das Produkt gefällt, mich die Geschichte anfixt und ich finde, dass Dustin so ziemlich alles richtig macht, was man in der Kommunikation und Aufbau eines eigenen Produktes machen kann. Es wirkt durchdacht vom ersten bis zum letzten Kontakt und es gibt Designliebhabern die Chance auch außerhalb der etablierten Marken nach frischen Produkten zu suchen, die bereits im frühen Stadium eine schöne Historie aufweisen können. Gleichzeitig beweist es mir, dass mit Crowdfunding noch viel mehr als Fotobücher möglich ist. Auch hier in Deutschland. Chapeau!

Inzwischen umfasst die Produktpalette von Sternglas übrigens 6 verschiedene Ausführungen. Zur Auswahl stehen ein schwarzes oder weißes Ziffernblatt. Wahlweise kombiniert mit schwarzem- oder braunem Lederabend. Oder dem von mir weniger respektierten Klassiker Milanaise.

Am morgigen Mittwoch präsentiert STERNGLAS in Hamburg im Wework Stadthaus übrigens seine neuen AUTOMATIK Uhren. Da liegen dann auch ein paar meiner Bücher aus. U know? Wer mag, darf gerne vorbeischneien. Zur offiziellen Facebook-Veranstaltung geht’s hier.

Hier geht’s zum Onlineshop
Einen Blick auf die ehemalige Crowdfunding-Kampagne kannst Du hier werfen

Wer jetzt über sein erstes eigenes Crowdfunding nachdenkt, darf mal in meinen Motivationsartikel reinlesen, den ich schon vor einigen Monaten hier veröffentlicht hatte.

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